Unser Fundament
Yoga ist bei uns mehr als Bewegung.
Yoga ist eine jahrtausendealte Lebensphilosophie. Sie fragt: Wie gehe ich mit mir um? Wie mit anderen? Wie finde ich zu mir zurück, wenn es laut wird? Genau diese Fragen stellen sich Kinder jeden Tag – im Kindergarten, in der Schule, auf dem Pausenplatz.
Wir übersetzen die Yogaphilosophie in die Sprache der Kinder und Jugendlichen: in Geschichten, Spiele, Aufgaben und Lieder. Sie lernen keine Begriffe auswendig. Sie erleben, was sie bedeuten.
Konfessionslos – Yoga als Philosophie, nicht als Religion.
Kinderwunderwerk ist konfessionslos. Yoga verstehen wir als Philosophie, nicht als Religion: Wir vermitteln keinen Glauben und keine religiösen Rituale. Die Yogaphilosophie ist für uns ein Weg, gut mit sich und anderen umzugehen. Kinder und Jugendliche aus allen Familien – mit jedem oder keinem Glauben – sind herzlich willkommen.
Der achtfache Pfad – kindgerecht
Patanjali beschreibt im Yoga-Sutra acht Glieder, die aufeinander aufbauen. So leben sie bei uns:
1 · Yamas
Wie ich mit anderen umgehe
Freundlich sein, ehrlich sein, teilen. Unsere Gruppenregeln im Lager.
2 · Niyamas
Wie ich mit mir umgehe
Dranbleiben, zufrieden sein, mich selbst kennenlernen.
3 · Asana
Mein Körper
Die Haltungen – als Tiere, Bäume, Berge. Kraft, Gleichgewicht und das Gefühl: Ich kann das.
4 · Pranayama
Mein Atem
Der Atem ist das Werkzeug, das Kinder immer dabeihaben. Bienenatem, Ballonatem, Drachenatem.
5 · Pratyahara
Nach innen lauschen
Augen zu, Lärm draussen lassen. Die Stille in der Natur hilft dabei.
6 · Dharana
Bei einer Sache bleiben
Der Pfeil auf das Ziel, die Kerze, das Rätsel. Konzentration, die man üben kann.
7 · Dhyana
Still werden
Fantasiereisen und kleine Momente der Ruhe. Für Kinder oft das Kostbarste der Woche.
8 · Samadhi
Ganz da sein
Dieses Gefühl, wenn alles stimmt – beim gemeinsamen Singen, auf dem Pferd, mit Freunden. Es lässt sich nicht machen, nur einladen.
Die Yamas und Niyamas – unsere Wegweiser
Zehn Haltungen, die in jeder Geschichte, jedem Brief und jedem Lied stecken. So sagen wir sie den Kids und Teens:
Ahimsa
Ich bin freundlich – zu anderen und zu mir.
Satya
Ich sage, was wahr ist – auch wenn's schwer ist.
Asteya
Ich nehme nur, was mir gehört – und teile gern.
Brahmacharya
Ich spüre, wann es genug ist.
Aparigraha
Ich kann loslassen.
Saucha
Ich sorge für Ordnung – in mir und um mich.
Santosha
Ich freue mich an dem, was da ist.
Tapas
Ich bleibe dran, auch wenn's schwierig wird.
Svadhyaya
Ich lerne mich selbst kennen.
Ishvara Pranidhana
Ich vertraue – mir, den anderen, dem Leben.