Die eigene innere Kraft stärken

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Resilienz 

Aus der Sicht von Yoga

Resilienz liegt in uns allen vor, nur ist sie unterschiedlich stark vertreten. Die psychische Widerstandskraft und "Biegsamkeit" kann sich anhand folgender Eigenschaften und entsprechender innerer Einstellungen zeigen:

  • Akzeptanz: "So wie ich bin, bin ich ok"
  • Optimismus: Ich freue mich darauf, ich freue mich wohl"
  • Aktive Lösungsorientierung: "Ich werde einen Weg finden"
  • Überzeugung der Selbstwirksamkeit: "Ich schaffe es, ich kann es"
  • Verantwortungs- und Entscheidungsfähigkeit: "Das ist meine Aufgabe
  • Netzwerkorientierung: "Ich darf mir Hilfe holen"
  • Eigenwert: "Ich bin wertvoll, ich werde geliebt"
  • Vertrauen können: "Ich bin ganz sicher, dass ich es lerne"


Im Gewinn wie im Verlust die Festigkeit zu wahren , ist die Grunddefinition des Begriffs "Yoga" in der Yogalehrschrift Bhagavadgita 2.48. Das bewahren der Balance der Dualität im Körper. Bei sich zu bleiben, die eigene Mitte zu bewahren und das Gleichgewicht zu behalten sind bestrebungen, die Widerstandskraft fordern und fördern.


Resilienz aufbauen, stärken

Wir stärken die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein, der Selbstachtung und des Selbstvertrauens. 

Bewusstsein über sich selbst     
-     Bewusstsein gegenüber der Umwelt/Umgebung       
Selbstachtung                                
 -      Achtung gegenüber der Umwelt/Umgebung
Vertrauen zu sich selbst               
-      Vertrauen gegenüber der Umwelt/Umgebung


Achtsamkeit

  • Was ist Achtsamkeit
  • Achtsamkeit und Yoga
  • Die verschiedenen Aspekte von Achtsamkeit

Achtsamkeit gegenüber sich selbst und gegenüber anderen, ist ein grosses Thema in unserem Kinderyoga & Naturferienlager. 

Im Yoga sind diese zwei Komponenten ein Teil des achtgliedrigen Pfades von Patanjali und heissen Yama und Nyama.
Wenn du achtsam, freundlich und wertschätzend zu dir selbst sein kannst, kannst du auch achtsam gegenüber allem was ist, begegnen. 
Nicht nur in harmonischen Situationen, sondern besonders dann wenn Konflikte auftreten. 

Wir unterweisen die Kinder darin, wertschätzend gegenüber allem was ist zu begegnen. Sei es sich selbst, Mensch, Tier oder die Natur.


die verschiedenen Aspekte der Achtsamkeit

  • Konzentration
  • Ruhe
  • Bewegung
  • Veränderung
  • Fürsorge
  • Reflektieren


Konzentration:

Das Gehirn hat viele verschiedene Aufgaben. Hören, sehen, fürhlen und atmen kannst du automatisch. Um dich besser zu konzentrieren, hilft es, deine ganze Aufmerksamkeit auf eines dieser Dinge zu richten. Achtsamkeit bedeutet, sich nur auf eine Sache zur Zeit zu konzentrieren.

  • Du entscheidest, worauf du deine Aufmerksamkeit richtet
  • du kannst üben deine Aufmerksamkeit zu schärfen

Ruhe:

Wenn du müde bist, ist es ganz einfach, ruhig zu sein. Aber was, wenn du vor lauter Energie gaz zapplig bist? Oder wenn du abends im bett liegst und nicht einschlafen kannst? 

  • Konzentration kann helfen die Gedanken zu beruhigen
  •        du kannst lernen, durch achtsame Bewegungen zur Ruhe zu kommen
  • Einatmen gibt dir Energie, ausatmen macht ruhig

Bewegung:

Wenn du dich bewegst, kannst du oft besser darauf achten, was du fühlst, denkst oder wahrnimmst. 
Höre genau auf deinen Körper, auch wenn du Dinge tust, über die du normalerweise nicht nachdenkst, zum Beispiel gehen.

Veränderung:

Vor grossen Veränderungen hat man manchmal Angst. Vielleicht wirst du bald in eine andere Schule gehen oder du bekommst ein Geschwisterkind.
Zum Glück gibt es Übungen, die dir helfen, dich auf grosse Veränderungen vorzubereiten.


  • im Leben gibt es oft Veränderungen grosse und kleine
  • Veränderungen können schwierig, aufregend und lustig sein
  • man kann lernen, mit Veränderungen klug umzugehen

Fürsorge:

Du hast viele fürsorgliche, warme und liebevolle Gefühle für andere. 
Lass es sie wissen, das tut auch dir gut. 
Fange damit an, lieb zu dir selbst zu sein. 
Wenn es dir richtig gut geht, kannst du auch gut zu anderen Menschen sein.

  • Sorge gut für dich selbst und andere
  • Für jemanden (auch für dich selbst) sorgen heisst, sich gut um ihn zu kümmern
  • Fürsorge braucht aufmerksames Hinschauen und viel Geduld

Reflektieren:

Was wir gelernt haben, können wir nutzen, um Entscheidungen zu treffen. Du kannst aus Büchern und von anderen Menschen lernen. Du lernst auch auch, indem du über eigene Erlebnisse nachdenkst. 
Das nennt man reflektieren.

  • durch Reflektieren werden Erfahrungen in Wissen verwandelt

Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist eigentlich nichts anderes, als bewusste Anwesenheit. 
Achtsamkeit bedeutet im Hier und Jetzt zu sein, ohne zu urteilen, Dinge zu verleugnen oder sich durch die Unruhe des Alltags mitreissen zu lassen. 
Achtsamkeit bedeutet, zu spüren, wie die Sonne auf die Haut scheint und das Salzwasser an der Wange hinunterläuft. 
Es bedeutet, die Irritationen im Körper zu spüren. 
Fröhlichkeit und Ärger in dem Moment zu erleben, in dem sie anwesend sind, ohne etwas damit zu tun, darauf reagieren oder äussern zu müssen, was man davon hält. 
Achtsamkeit bedeutet, liebevoll anwesend zu sein, bei dem, was gerade geschieht. In jedem Moment.

Was ist Kinderyoga?

Yoga ist ein uraltes und ganzheitliches Übungssystem zur Entwicklung von Körper, Geist und Seele.
 
Durch Yoga kann dein Kind sich üben seinen eigenen Körper, seine Möglichkeiten aber auch seine eigenen Grenzen wahrzunehmen. 
Dadurch verstärkt sich seine Körperwahrnehmung. 

Sinn des Kinderyogas ist es, Kindern mehr Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Willenskraft und Selbstentfaltung zu ermöglichen

Durch die verstärkte Körperwahrnehmung lernt es seinen Selbstwert zu erkennen und somit wird sein Selbstbewusstsein weiter aufgebaut.

Durch das Kinderyoga können die Kinder lernen, ihre Kräfte bewusst zu erleben, sich optimal zu konzentrieren und den Körper zu kräftigen.


Eine wichtige Funktion für die Tiefenwirkung des Yoga hat der Atem.
bei den Kinderyogaübungen mache ich die Kinder mit ihrer natürlichen Atmung vertraut.
Sie sollen ihren Atem spüren und wahrnehmen.

Kinder lieben Kinderyoga und im Lauf der Zeit lernen sie dabei immer mehr die eigenen Gefühle auszudrücken.

Übungen mit Farben, wie beispielsweise das Beschreiben von unangenehmen Gefühlen durch Farben oder das finden der Wohlfühlfarbe sind hilfreich und heilsam für Kinder.

All die nicht ausgedrückten Gefühle können sich zum Beispiel im Bauchbereich anstauen, und Bauchweh, das organisch nicht behandelbar ist, auslösen.

Im Kinderyoga lernen die Kinder, sich selbst zu fühlen und wahrzunehmen, besonders im Bauchbereich. 
Wenn sie hier ein Unwohlsein spüren und dieses Gefühl beobachten, können sie durch spezielle Übungen sowie durch Tiefenentspannung nicht nur den Bauchbereich sondern über das "Bauchhirn" den ganzen Körper entspannen.

Kinder, die früh mit Yoga und Entspannungsübungen in Kontakt kommen und hiermit Erfahrungen sammeln können, erleben weniger Stress im Leben.

Sie werden selbstsicherer und sind weniger aggressiv.

Sie lernen, die Natur zu respektieren, allen Lebewesen und Pflanzen mit Achtung zu begegnen und die Natur bewusst mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Yoga kann also in der Entwicklung und im Reifeprozess des Kindes früh die Sinne trainieren und einen körperlichen Ausgleich schaffen.

Je achtsamer die Kinder in der eigenen Wahrnehmung in Bezug auf ihren Körper und ihre Gefühle werden, desto leichter wird es ihnen fallen, Anspannung und Verspannung frühzeitig wahrzunehmen, um diese aufzulösen.

Durch das Wecken der Sensibilität lenen sie zudem, auf ihre innere Stimme zu hören und ihrem Körper zu vertrauen


Förderung zur Entspannung und Ruhe

Ist der Körper entspannt, wächst die Fähigkeit, körpereigene Energie besser zu nutzen und so die Lebensfreude zu steigern.

Massagen und Entspannungsübungen geben den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Kinder brauchen auch Raum, um die Informationsflut, die auf sie einströmt, zu verarbeiten.

Entspannungsübungen geben ihnen die Möglichkeit, ganz sie selbst zu sein und sich nicht im Alltagsstress zu verlieren.
Entspannen ist eine wichtige Voraussetzung für alles Formen des Lernens.


Förderung von Achtsamkeit und Dankbarkeit 

Durch die Konzentration auf den Körper wird die Körperwahrnehmung gefördert und die Gedanken werden beruhigt.
Kinder die Werte wie Mitgefühl, Hilfbereitschaft, Toleranz, Freundlichkeit verinnerlichen, erwerben leichter Wissen, als Kinder die auf sich bezogen agieren.


Förderung von Konzentration und Selbstbewusstsein

Ausreichende Bewegung stärkt und kräftigt den Körper, hält ihn gesund und vermittelt ein gutes Körpergefühl. All dies sind elementare Voraussetzungen  zur Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. 

Glück

Was ist meine Definiton von Glück? Was macht mich glücklich? Wie sieht mein Weg zu meinem eigenen persönlichen Glück aus?

Wer nicht nur frei von Begrenzungen , sondern frei für ein aktives, selbstbestimmtes Leben sein will, der braucht Grenzen und muss sich mit Grenzen auseinandersetzen.


Aus diesem Grund ist es unheimlich wichtig, dass Kindern und Jugendlichen entsprechende Haltepunkte verliehen werden, die zum einen in Grundeinsichten und Grundeinstellungen beruhen, andererseits aber auch in der Gewissheit, das jede/r Einzelne über ein Potenzial verfügt, das wie ein Schatz entdeckt, geborgen und nutzbar gemacht werden kann.