Widerstandskräfte stärken - Resilienzfaktoren aufbauen

Resilienz ist das Endprodukt eines Prozesses, dass Risiken und Stress nicht eliminiert, es uns aber ermöglicht, effektiv damit umzugehen.

Emmy Werner

Resilienz -  das Immunsystem der Seele
Das Wort Resilienz wird abgeleitet aus dem lateinischen "resiliere" und bedeutet übersetzt "zurückspringen". Ursprünglich nutzte man den Begriff in der Physik im Sinne von Spannkraft, Elastizität und Beweglichkeit und dabei die eigene Form zu bewahren.
In den letzten Jahren verbindet man in den Bereichen der Psychologie und Pädagogik das Wort Resilienz mit seelischer Widerstandskraft.

Die eigene innere Kraft stärken

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Resilienz Aus der Sicht von Yoga

Resilienz liegt in uns allen vor, nur ist sie unterschiedlich stark vertreten. Die psychische Widerstandskraft und "Biegsamkeit" kann sich anhand folgender Eigenschaften und entsprechender innerer Einstellungen zeigen:

  • Akzeptanz: "So wie ich bin, bin ich ok"
  • Optimismus: Ich freue mich darauf, ich freue mich wohl"
  • Aktive Lösungsorientierung: "Ich werde einen Weg finden"
  • Überzeugung der Selbstwirksamkeit: "Ich schaffe es, ich kann es"
  • Verantwortungs- und Entscheidungsfähigkeit: "Das ist meine Aufgabe
  • Netzwerkorientierung: "Ich darf mir Hilfe holen"
  • Eigenwert: "Ich bin wertvoll, ich werde geliebt"
  • Vertrauen können: "Ich bin ganz sicher, dass ich es lerne"


Im Gewinn wie im Verlust die Festigkeit zu wahren , ist die Grunddefinition des Begriffs "Yoga" in der Yogalehrschrift Bhagavadgita 2.48. Das bewahren der Balance der Dualität im Körper. Bei sich zu bleiben, die eigene Mitte zu bewahren und das Gleichgewicht zu behalten sind bestrebungen, die Widerstandskraft fordern und fördern.


resilienz aufbauen, stärken

Wir stärken die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein, der Selbstachtung und des Selbstvertrauens. 

Bewusstsein über sich selbst     
-     Bewusstsein gegenüber der Umwelt/Umgebung       
Selbstachtung                                
 -      Achtung gegenüber der Umwelt/Umgebung
Vertrauen zu sich selbst               
-      Vertrauen gegenüber der Umwelt/Umgebung


Achtsamkeit

  • Was ist Achtsamkeit
  • Achtsamkeit und Yoga
  • Die verschiedenen Aspekte von Achtsamkeit

Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist eigentlich nichts anderes als bewusste Anwesenheit. 
Achtsamkeit bedeutet im Hier und Jetzt zu sein, ohne zu urteilen, Dinge zu verleugnen oder sich durch die Unruhe des Alltags mitreissen zu lassen. 
Achtsamkeit bedeutet, zu spüren, wie die Sonne auf die Haut scheint und das Salzwasser an der Wange hinunterläuft. 
Es bedeutet, die Irritationen im Körper zu spüren. Fröhlichkeit und Ärger in dem Moment zu erleben, in dem sie anwesend sind, ohne etwas damit zu tun, darauf reagieren oder äussern zu müssen, was man davon hält. Achtsamkeit bedeutet, liebevoll anwesend zu sein, bei dem, was gerade geschieht. In jedem Moment.

Achtsamkeit gegenüber sich selbst und gegenüber anderen, ist ein grosses Thema in unserem Kinderyoga & Naturferienlager. 

Im Yoga sind diese zwei Komponenten ein Teil des achtgliedrigen Pfades von Patanjali und heissen Yama und Nyama.
Wenn du achtsam, freundlich und wertschätzend zu dir selbst sein kannst, kannst du auch achtsam gegenüber allem was ist, begegnen. 
Nicht nur in harmonischen Situationen, sondern besonders dann wenn Konflikte auftreten. 

Wir unterweisen die Kinder darin, wertschätzend gegenüber allem was ist zu begegnen. Sei es sich selbst, Mensch, Tier oder die Natur.


die verschiedenen Aspekte der Achtsamkeit

  • Konzentration
  • Ruhe
  • Bewegung
  • Veränderung
  • Fürsorge
  • Reflektieren


Konzentration:

Das Gehirn hat viele verschiedene Aufgaben. Hören, sehen, fürhlen und atmen kannst du automatisch. Um dich besser zu konzentrieren, hilft es, deine ganze Aufmerksamkeit auf eines dieser Dinge zu richten. Achtsamkeit bedeutet, sich nur auf eine Sache zur Zeit zu konzentrieren.

  • Du entscheidest, worauf du deine Aufmerksamkeit richtet
  • du kannst üben deine Aufmerksamkeit zu schärfen

Ruhe:

Wenn du müde bist, ist es ganz einfach, ruhig zu sein. Aber was, wenn du vor lauter Energie gaz zapplig bist? Oder wenn du abends im bett liegst und nicht einschlafen kannst? 

  • Konzentration kann helfen die Gedanken zu beruhigen
  • du kannst lernen, durch achtsame Bewegungen zur Ruhe zu kommen
  • Einatmen gibt dir Energie, ausatmen macht ruhig

Bewegung:

Wenn du dich bewegst, kannst du oft besser darauf achten, was du fühlst, denkst oder wahrnimmst. Höre genau auf deinen Körper, auch wenn du Dinge tust, über die du normalerweise nicht nachdenkst, zum Beispiel gehen.

Veränderung:

Vor grossen Veränderungen hat man manchmal Angst. Vielleicht wirst du bald in eine andere Schule gehen oder du bekommst ein Geschwisterkind.
Zum Glück gibt es Übungen, die dir helfen, dich auf grosse Veränderungen vorzubereiten.


  • im Leben gibt es oft Veränderungen grosse und kleine
  • Veränderungen können schwierig, aufregend und lustig sein
  • man kann lernen, mit Veränderungen klug umzugehen

Fürsorge:

Du hast viele fürsorgliche, warme und liebevolle Gefühle für andere. Lass es sie wissen, das tut auch dir gut. Fange damit an, lieb zu dir selbst zu sein. Wenn es dir richtig gut geht, kannst du auch gut zu anderen Menschen sein.

  • Sorge gut für dich selbst und andere
  • Für jemanden (auch für dich selbst) sorgen heisst, sich gut um ihn zu kümmern
  • Fürsorge braucht aufmerksames Hinschauen und viel Geduld

Reflektieren:

Was wir gelernt haben, können wir nutzen, um Entscheidungen zu treffen. Du kannst aus Büchern und von anderen Menschen lernen. Du lernst auch auch, indem du über eigene Erlebnisse nachdenkst. 
Das nennt man reflektieren.

  • durch Reflektieren werden Erfahrungen in Wissen verwandelt


Glück

Was ist meine Definiton von Glück? Was macht mich glücklich? Wie sieht mein Weg zu meinem eigenen persönlichen Glück aus?

Wer nicht nur frei von Begrenzungen , sondern frei für ein aktives, selbstbestimmtes Leben sein will, der braucht Grenzen und muss sich mit Grenzen auseinandersetzen.


Aus diesem Grund ist es unheimlich wichtig, dass Kindern und Jugendlichen entsprechende Haltepunkte verliehen werden, die zum einen in Grundeinsichten und Grundeinstellungen beruhen, andererseits aber auch in der Gewissheit, das jede/r Einzelne über ein Potenzial verfügt, das wie ein Schatz entdeckt, geborgen und nutzbar gemacht werden kann.

Freundlichkeit

ist eine der stärksten Eigenschaft die ein Mensch haben kann. Sie ist wie ein sanfter Regen, der überall hinfällt. 
Freundlichkeit trifft direkt ins Herz, durch sie kann man wachsen, sie erzeugt Selbstvertrauen und lehrt auch, auf andere zu vertrauen. Freundlichkeit tröstet, heilt und macht uns sanft und offen. Immer. Auch wenn die Dinge schwierig sind und traurig.